Kupferrohr schneiden: So gelingen saubere, dichte Verbindungen

Kupferrohre zu schneiden wirkt simpel – aber die Schnittqualität entscheidet, ob Fittings vollständig anliegen, ob Löt- bzw. Hartlötverbindungen sauber benetzen und ob Sie am Ende „unerklärliche Leckagen“ suchen. Dieser Leitfaden zeigt die zuverlässigsten Schneidmethoden (mit freiem Zugang und in engen Stellen), die Entgraten-/Aufreiben-Routine, die Profis nicht auslassen, sowie einen Abschnitt zur Auswahl von Rohr-CNC-Lasern für die Serienfertigung.

Kupferrohr schneiden Kupferleitung schneiden Kupferrohr entgraten / aufreiben nahe an der Wand schneiden Rohrlaser-Auswahl (Produktion)
Wenn Sie den saubersten und zuverlässigsten Schnitt wollen:

Verwenden Sie einen Rohrschneider (Rohrabschneider). Setzen Sie ihn auf Ihre Markierung, ziehen Sie schrittweise nach (kleine Schritte) und drehen Sie dabei gleichmäßig. Anschließend innen aufreiben/entgraten und außen leicht entgraten. Für enge Stellen nahe an der Wand nutzen Sie einen Mini-Rohrschneider oder ein oszillierendes Multifunktionswerkzeug – und nehmen Sie sich extra Zeit fürs Entgraten.

Was die meisten Undichtigkeiten und „schlechte Passungen“ verursacht (und wie Sie es vermeiden):
  • Innenwulst (Grat/Lippe) nicht entfernt → Fittings sitzen nicht vollständig; O-Ringe können beschädigt werden.
  • Schräger Schnitt → weniger Kontaktfläche und ungleichmäßige Kapillarwirkung beim Löten.
  • Gequetschtes/ovalisiertes Rohr durch zu starkes Nachziehen oder Klemmen → schlechte Einstecktiefe und Ausrichtung.

Welches Kupferrohr schneiden Sie?

Bevor Sie ein Werkzeug auswählen, klären Sie, womit Sie arbeiten. Online werden „Kupferrohr“ und „Kupferleitung“ oft gleichgesetzt – in der Praxis zählen jedoch Typ, Durchmesser, Wandstärke sowie ob das Material weich (Ringware) oder hart (Stangenware) ist. Diese Faktoren beeinflussen, wie leicht sich das Rohr verformt, wie stark Grat entsteht und wie sorgfältig Sie abstützen müssen.

Kupferrohr (Stangenware)

Typisch für Sanitärinstallationen. Steifer als weiche Ringware. Mit einem Rohrschneider entstehen meist sehr saubere, rechtwinklige Schnitte.

  • Fokus: gerader Schnitt + sauberes Entgraten für Fittings
  • Risiko: Innenlippe/Grat, wenn der Schneider zu früh zu stark angezogen wird

Kupferleitung (Ringware / Kälte-Klima)

Weicher und leichter oval zu drücken. Schneiden ist einfach, aber Quetschungen vermeiden und besonders sauber aufreiben.

  • Fokus: Rundheit erhalten + Rohrende nicht abflachen
  • Risiko: Knicke/Ovalisierung nahe der Schnittstelle bei fehlender Abstützung

Schnelle Identifikation

  • Durchmesser: OD messen oder Markierung lesen. Größere Durchmesser brauchen stabilere Abstützung.
  • Wandstärke: Dünnwandiges Kupfer verformt sich leichter bei zu aggressivem Nachziehen oder Klemmen.
  • Verbaut vs. lose: Bei verbauten Leitungen ist die Werkzeugrotation begrenzt – enge Methoden werden wichtiger.
  • Nächster Schritt: Press-/Steckfittings brauchen eine saubere Fase; Löten/Hartlöten saubere, blanke Flächen.

Sicherheit + Arbeitsvorbereitung

Kupfer zu schneiden ist deutlich weniger „dramatisch“ als Stahl – dennoch sind scharfe Grate und Späne echte Risiken. Die größeren Gefahren kommen häufig im nächsten Schritt (Löten/Hartlöten: Hitze, Dämpfe, Brandlast). Betrachten Sie die Vorbereitung als Teil der Schnittqualität.

Mindest-PPE

  • Schutzbrille (Späne + Grat)
  • Handschuhe beim Handling frisch geschnittener Kanten
  • Gehörschutz bei elektrischen Sägen

Grund-Setup

  • Rohr stabilisieren, damit es beim Schneiden nicht vibriert oder verdreht
  • Weiche Backen/Polster beim Klemmen (Quetschen vermeiden)
  • Vor dem Start den Platz für Werkzeugrotation prüfen
Wenn Sie eine verbaute Leitung schneiden:

Absperren und – je nach System – drucklos machen sowie entleeren. Prüfen Sie, dass kein Druck anliegt, und befolgen Sie lokale Vorschriften bzw. die Sicherheitsregeln am Einsatzort. Wenn anschließend gelötet/hartgelötet wird, entfernen Sie brennbare Materialien und planen Sie Brandschutz/Feuerwache.

Das beste Werkzeug wählen

Kupfer lässt sich mit vielen Werkzeugen irgendwie trennen – aber darum geht es nicht. Ziel ist ein rechtwinkliges, rundes, gratfreies Rohrende, das eine dichte Verbindung unterstützt. So wählen Sie das richtige Werkzeug nach Zugang und Oberflächenqualität.

Front Over-positioning Laser Metal Tube Cutter

Schnelle Entscheidungslogik

  • Freier Zugang + Verbindung muss dicht werden: Rohrschneider.
  • Enge Stelle (nahe Wand): Mini-Rohrschneider; wenn Rotation unmöglich ist: oszillierendes Multitool.
  • Demontage/Abbruch: Säbelsäge ist oft am schnellsten – planen Sie mehr Entgratung/Nacharbeit ein.
  • Viele Wiederholschnitte: elektrischer Rohrschneider + Längenanschlag – oder ein Produktionsverfahren.

Wofür jedes Werkzeug am besten ist

Rohrschneider (Standard)

Beste Wahl für saubere Schnitte und optimale Vorbereitung für Löten/Hartlöten.

  • Vorteile: rechtwinkliger Schnitt, wenig Schmutz
  • Nachteile: braucht Platz zum Drehen

Mini-Rohrschneider

Ideal, wenn Standard-Rohrschneider nicht rotieren können (nahe Wand/Decke).

  • Vorteile: sauberer als Sägen in engen Stellen
  • Nachteile: langsamer; höhere Lippen-/Gratgefahr

Oszillierendes Multitool

Gut für bündige Schnitte; funktioniert, wenn fast nichts anderes passt.

  • Vorteile: passt nahezu überall
  • Nachteile: mehr Grat; Winkel driftet leicht

Metallsäge / Säbelsäge

Gut für Demontage oder wenn Präzision nachrangig ist.

  • Vorteile: schnelle Trennung
  • Nachteile: rauere Kante, mehr Nacharbeit
Praxisstandard:

Wenn das Rohrende Teil einer Dichtung ist (Löten, Hartlöten, Pressen, Steckfitting), ist Rohrschneider + korrektes Aufreiben der Standard. Sägen sind akzeptabel, wenn der Zugang es erzwingt – aber nur mit konsequentem Entgraten und Reinigen.

Geraden Schnitt anzeichnen

„Gerade schneiden“ beginnt mit „gerade markieren“. Selbst das beste Werkzeug rettet keine schlampige Markierung. Diese Methoden funktionieren auf der Baustelle und in kleinen Werkstätten.

Methode A: Klebeband als Führung (schnell und präzise)

  1. Masking Tape einmal um das Rohr wickeln.
  2. Bandkante so ausrichten, dass die Enden bündig treffen (kein schräger Überstand).
  3. Bandkante als Schnittlinie verwenden.

Methode B: Markieren + drehen (ideal, wenn das Rohr drehbar ist)

  1. Eine klare Markierung an der Schnittposition setzen.
  2. Rohr drehen und die Markierung schrittweise verlängern, bis ein kompletter Ring entsteht.

Methode C: Winkel/Anschlag (Werkbank)

Wenn Sie viele gleiche Teile schneiden, nutzen Sie einen einfachen Längenanschlag und einen Winkel als Referenz. Das reduziert Messzeit und verbessert die Wiederholgenauigkeit.

Methode 1: Rohrschneider

Ein Rohrschneider liefert bei Kupferrohren und Kupferleitungen in den meisten Fällen das beste Endergebnis. Entscheidend ist schrittweises Nachziehen. Viele Einsteiger quetschen oder ovalisieren das Rohr, weil sie den Schnitt zu früh „erzwingen“ wollen.

Industrial fiber tube cutting machine

Schritt-für-Schritt (Routine für saubere Schnitte)

  1. Messen und markieren (Klebeband-Führung für mehr Genauigkeit).
  2. Rohrschneider öffnen, sodass das Rohr zwischen Rollen und Schneidrad liegt.
  3. Schneidrad exakt auf die Linie ausrichten (aus zwei Blickwinkeln prüfen).
  4. Leicht anlegen, bis das Rad Kontakt hat – nicht fest anziehen.
  5. Drehen (volle Umdrehungen). Werkzeug möglichst senkrecht zur Rohrachse halten.
  6. In kleinen Schritten nachziehen (alle 1–2 Umdrehungen). Prinzip: „anlegen, drehen, nachziehen, drehen“.
  7. Trennen mit gleichmäßigem Drehmoment. Die letzten Umdrehungen nicht überstürzen.
  8. Kontrollieren (Rechtwinkligkeit/Rundheit) und anschließend entgraten/aufreiben.

Kupferleitung schneiden, ohne sie zu quetschen

  • Leitung nahe der Schnittstelle abstützen, damit sie nicht ausweicht.
  • Schrittweise nachziehen – dünnwandige Leitung verformt sich schnell bei zu frühem Druck.
  • Scharfes Schneidrad verwenden; stumpfe Räder führen zu Ausreißen und „Wandern“.
Was Sie beobachten (und warum das normal ist):

Rohrschneider erzeugen oft eine kleine Innenlippe. Das ist normal. Die Lösung ist nicht stärkeres Anziehen, sondern innen aufreiben nach dem Schnitt.

Enge Stellen: Kupferrohr nahe an der Wand schneiden

In engen Stellen wird oft „mit Gewalt“ gearbeitet – das führt fast immer zu schlechteren Enden. Besser: das passende Werkzeug für die vorhandene Höhe/Rotation wählen und zusätzliche Nacharbeit einkalkulieren. Die Reihenfolge unten ist meist von „beste Kante“ nach „mehr Nacharbeit“.

Option A: Mini-Rohrschneider (beste Kante bei wenig Platz)

  1. Schnittlinie sauber markieren.
  2. Mini-Schneider aufsetzen und nur leicht anlegen.
  3. In kurzen Bögen drehen; nach einigen Bögen minimal nachziehen.
  4. Nach dem Trennen sorgfältig aufreiben/entgraten (in engen Stellen entsteht oft eine stärkere Innenlippe).

Option B: Oszillierendes Multitool (ideal für bündige Schnitte)

  • Metallblatt verwenden; Werkzeug ruhig führen – geringer Druck, kontrollierter Vorschub.
  • Winkel regelmäßig prüfen; Abdriften ist häufig.
  • Entgraten/aufreiben ist Pflicht.

Option C: Arbeitsraum schaffen (wenn möglich)

Wenn Sie das Rohr sicher lösen/verschieben können, ist es oft schneller, den Schnitt in einen offenen Bereich zu verlegen – weil Sie deutlich weniger Zeit mit Grat, Schrägschnitt und Nacharbeit verlieren.

Methode 2: Metallsäge / Säbelsäge / oszillierendes Multitool

Sägen sind im Umbau/Abbruch und bei fehlender Rotationsfreiheit üblich. Sie funktionieren – erzeugen aber typischerweise mehr Grat und machen schiefe Schnitte wahrscheinlicher. Nutzen Sie sie, wenn der Zugang es erzwingt, und behandeln Sie Entgraten/Reinigen als Teil der Methode.

Metallsäge (feine Zahnung) – sauber, wenn Sie gut abstützen

  1. Rohr mit Polsterung sanft klemmen (nicht quetschen).
  2. Mit leichten Zügen eine Führungsnut auf der Linie erzeugen.
  3. Kontrolliert sägen; Blatt möglichst rechtwinklig zur Rohrachse halten.
  4. Im letzten 10–15% langsamer werden, um Ausreißen und Schrägschnitt zu vermeiden.
  5. Innen und außen gründlich entgraten/aufreiben.

Säbelsäge – schnell zum Entfernen, nicht für „fitting-ready“ Enden

  • Beide Seiten der Schnittstelle abstützen, um Vibration und Ausreißen zu reduzieren.
  • Mit rauerer Kante und mehr Nacharbeit rechnen.
  • Wenn die Verbindung hochwertig sein muss: nach dem Grobschnitt Platz schaffen und final mit Rohrschneider nachschneiden.

Oszillierendes Multitool – kontrolliertes Schneiden in engen Stellen

  • In flachen Durchgängen arbeiten; Blatt nicht hebeln.
  • Winkel prüfen; es driftet schnell.
  • Mit sorgfältigem Aufreiben und leichtem Kantenbrechen abschließen.
Best Practice bei Sägen:

Wenn eine Säge für die Demontage nötig ist: zuerst grob trennen, dann Platz schaffen und den finalen „fitting-ready“ Schnitt mit Rohrschneider ausführen. Das spart Nacharbeit und reduziert das Leckagerisiko.

Kupferrohr entgraten / aufreiben

Entgraten ist der Schritt, der „passt irgendwie“ von „passt korrekt“ trennt. Schneiden hinterlässt oft eine Innenlippe und Außengrat. Wenn Sie das Aufreiben auslassen, sitzt das Rohr ggf. nicht vollständig, Dichtungen werden beschädigt und Löt-/Hartlötfluss wird ungleichmäßig.

Was zu tun ist (einfache Routine)

  1. Innenkante aufreiben (separater Aufreiber oder integrierter Reamer am Rohrschneider).
  2. Außenkante leicht entgraten – Ziel ist eine saubere kleine Fase, keine scharfe Messerkante.
  3. Späne entfernen und die Kante vorsichtig mit dem Finger prüfen (keine Haken/Grate).

So verhindern Sie Späne im Rohr

  • Rohr so halten, dass Späne nach außen fallen können.
  • Bei Bedarf kurzzeitig einen kleinen „Stopfen“ (Papier) in Rohrnähe setzen – sofort danach entfernen.
  • In Schränken/engen Bereichen absaugen und nach dem Aufreiben auswischen.
Häufiges Missverständnis:

Festeres Anziehen „löst“ Grat nicht – oft wird die Innenlippe sogar größer. Korrekt ist: kontrolliert schneiden + sauber aufreiben.

Vorbereitung für Löten/Hartlöten/Press- & Steckfittings

Ist der Schnitt rechtwinklig und gratfrei, hängt die Vorbereitung vom Verbindungstyp ab. Das Ziel bleibt gleich: vollständige Einstecktiefe und saubere, kompatible Oberflächen.

Trockenprobe (gilt für alle)

  • Rohr vollständig bis Anschlag in den Fitting stecken (bzw. bis zur Markierung der Einstecktiefe).
  • Wenn es klemmt: Innengrat, Ovalisierung oder Schrägschnitt prüfen.
  • Bei leichter Ovalität eine Kalibrier-/Rundungszange für dünnwandige Leitung verwenden.

Für Weichlöten („Schweißen“/Löten im Sanitärbereich)

  • Rohrende außen und Fitting innen bis auf blankes Metall reinigen.
  • Flussmittel gemäß Verfahren auftragen und vollständig zusammenstecken.
  • Gleichmäßig erwärmen und Lot entsprechend Verfahren/Vorschrift zuführen.

Für Hartlöten (typisch in Kälte-/Klimatechnik)

  • Saubere, aufgeriebene Kante sicherstellen; Innenlippen stören Passung und Lotfluss.
  • Je nach Anwendung Inertgas/Spülgas nach Verfahren einsetzen.
  • Passenden Zusatzwerkstoff und Temperaturführung für das System wählen.

Für Press- oder Steckfittings

  • Besonders auf eine glatte Fase und absolut gratfreie Innenkante achten.
  • Tiefe Kratzer im Dichtbereich vermeiden.
  • Einstecktiefe markieren, um die vollständige Montage zu verifizieren.

Häufige Probleme → schnelle Lösungen

Die meisten Schnittprobleme sind vorhersehbar und leicht zu beheben. Nutzen Sie diesen Abschnitt als Checkliste, wenn das Rohr „nicht passt“, der Schnitt schief aussieht oder die Verbindung nicht wie erwartet funktioniert.

Problem: Rohrende wirkt leicht abgeflacht

Typische Ursachen: zu frühes starkes Nachziehen; zu fest geklemmt; fehlende Abstützung.

Lösung: schrittweise nachziehen; nahe der Schnittstelle abstützen; weiche Backen; ggf. kalibrieren/runden.

Problem: Schnitt ist schräg / nicht rechtwinklig

Typische Ursachen: Schneider schief angesetzt; Werkzeug wackelt; letzte Umdrehungen zu schnell.

Lösung: neu ausrichten; Klebebandführung nutzen; am Ende langsamer; ggf. nachschneiden.

Problem: Fitting lässt sich nicht vollständig aufschieben

Typische Ursachen: Innengrat/Lippe; Ovalisierung; Schmutz/Späne.

Lösung: innen aufreiben; außen entgraten; reinigen; Rundheit prüfen.

Problem: Verbindung ist nach Montage undicht

Typische Ursachen: fehlende Einstecktiefe wegen Grat; Schrägschnitt; verschmutzte Oberflächen.

Lösung: Rechtwinkligkeit, Aufreiben und Reinigung prüfen, bevor Sie den Fitting „verdächtigen“.

Schneller Verifikationstest:

Fahren Sie vorsichtig mit dem Finger entlang der Innenkante. Wenn Sie einen „Haken“ spüren, erneut aufreiben. Danach Trockenprobe: Rohr muss ohne Gewalt bis zur Einstecktiefe sitzen.

Wenn manuelles Schneiden nicht mehr skaliert

Manuelles Schneiden ist ideal für Reparaturen und kleine Installationen. Sobald Sie jedoch dutzende oder hunderte identische Rohrteile fertigen, wird aus „wie schneiden?“ schnell „wie schneide ich wiederholgenau?“. Die versteckten Kosten sind Messzeit, Nacharbeit und inkonsistente Enden, die die Montage verlangsamen.

Was sich bei höherem Volumen ändert

  • Wiederholgenauigkeit schlägt Rohgeschwindigkeit: 1 mm Längenabweichung, 200× wiederholt, wird teuer.
  • Rüst-/Messzeit dominiert: Messen/Anzeichnen dauert oft länger als der Schnitt.
  • Nacharbeit wächst: Entgraten, Kalibrieren und Korrektur schiefer Schnitte kann die Schneidzeit übersteigen.

Einfache Upgrades vor Automatisierung

  • Längenanschläge: eliminieren wiederholtes Messen.
  • Abstützung/Lehren: verhindern Rollen und halten die Schnittebene rechtwinklig.
  • Standardisiertes Entgraten: gleiches Werkzeug, gleiche Anzahl Umdrehungen, gleiche Sicht-/Fühlprüfung.
  • Wartungsrhythmus: Schneidrädchen/Blätter proaktiv wechseln, bevor Drift entsteht.

Rohr-CNC-Laser auswählen + Produktvergleich (nach Anwendung wählen)

Wenn Ihre Teile aus Rohr/Profil wiederholte Längen, Bohrungen, Schlitze, Ausklinkungen oder Schweißnahtvorbereitung benötigen, kann ein Rohr-CNC-Laser den Durchsatz und die Konsistenz erhöhen und gleichzeitig manuelle Nacharbeit reduzieren. Unten finden Sie eine praxisnahe „nach Szenario wählen“-Hilfe entlang der Rohrlaser-Produktfamilien von GWEIKE.

Starten Sie mit 5 Entscheidungen (so vermeiden Sie eine Fehlkonfiguration):
  • Rohrgrößenbereich: häufigste OD/Seitenlänge plus die größten „gelegentlichen“ Jobs.
  • Rohmateriallänge: Standard 6 m? länger? (Abstützung und Spannfutterlayout sind entscheidend).
  • Geometrien: nur Trennschnitte oder auch Bohrungen/Schlitze/Ausklinkungen oder Fasen für Schweißnahtvorbereitung.
  • Materialmix: Baustahl / Edelstahl / Aluminium / Kupfer & Kupferlegierungen (Kupfer ist prozesssensitiver).
  • Automatisierungsgrad: manuelles Be- und Entladen vs. (halb-)automatische Systeme zur Reduzierung von Personalengpässen.

GWEIKE Rohrlaser-Vergleich (Rohr-only)

T2 Series — Hochgeschwindigkeit für kleine Rohre

Wählen Sie T2, wenn Ihre Arbeit überwiegend kleine bis mittlere Rohrgrößen umfasst und Sie Geschwindigkeit sowie kurze Taktzeiten für Standardprofile priorisieren (typische Leichtbau-/Standardteile).

  • Ideal für: kleine Rohre, schnelle Zyklen, wiederkehrende Standardteile.
  • Warum passend: rohrfokussiert und auf effiziente Produktion ausgelegt.
  • Produkt: T2 Series tube laser cutting machine

T3 Series — Leistungsstarker Allrounder für den Alltag

Wählen Sie T3, wenn Sie eine ausgewogene Rohr-only Maschine für tägliche Fertigung benötigen – mit stabiler Genauigkeit und breiterem Fähigkeitsspektrum für gemischte Rohrjobs.

T3L Series — Lange Rohre & Profile (Dreibacken/Three-chuck)

Wählen Sie T3L, wenn Sie regelmäßig lange Rohre schneiden und zusätzliche Stabilität und Kontrolle für Long-Tube-Workflows wünschen.

TG Series — Heavy-Duty Three-chuck + Batch-Optionen

Wählen Sie TG, wenn Sie schwerere Rohrbearbeitung und Batch-Effizienz priorisieren. TG wird häufig mit Zuführ-/Handlingoptionen positioniert und kann optional mit einem Fasenschneidkopf für schweißnahtgerechte Kanten konfiguriert werden.

TE Series — Vollautomatisches Rohrlasersystem

Wählen Sie TE, wenn Be- und Entladen Ihr Engpass ist oder Sie mehr unbeaufsichtigten Durchsatz möchten. TE ist als vollautomatisches Rohr-Faserlasersystem mit intelligentem Laden positioniert – ideal, wenn Lohnkosten, Uptime und Konsistenz zählen.

T4 — Vier-Spannfutter (Four-chuck) für schwere Rohre

Wählen Sie T4, wenn Ihre Aufträge schwere Rohre und lange Rohmateriallängen umfassen, bei denen Tragfähigkeit und stabile Abstützung kritisch sind. Positioniert für anspruchsvolle Long-Tube-Workflows.

Schneller Szenario-Picker (wenn es schnell gehen muss)

  • Überwiegend kleine Rohre, Geschwindigkeit zuerst: T2.
  • Allgemeine Fertigung, gemischte Rohrjobs: T3.
  • Long-Tube-Workflows: T3L.
  • Schwerere Jobs + Batch + optionale Fase: TG.
  • Automatisierung und stabiler Durchsatz: TE.
  • Sehr schwere Rohre / kritische Langrohr-Abstützung: T4.
Wichtiger Hinweis, wenn Kupfer Teil Ihres Materialmixes ist:

Kupfer und Kupferlegierungen sind prozesssensitiver als Baustahl (Reflexion, hohe Wärmeleitfähigkeit). In der Produktion sollten Sie Kupfer-Rohrschneiden als Prozess-Engineering betrachten (Anstichstrategie, Assistenzgas, Kopfschutz, Parameterstabilität). Hier zahlen sich passende Konfigurationen durch Konsistenz und weniger Nacharbeit aus.

Als zentralen Link für Leser, die Rohrlösungen vergleichen, können Sie verwenden: Fiber Laser Cutting Machines (Sheet, Tube & 3D)

RFQ-Checkliste

Wenn Sie ein Angebot für eine Rohr-only Lösung anfragen, erhalten Sie schneller eine passende Konfiguration, wenn Sie eine kurze Spezifikation mitsenden. So vermeiden Sie Unterdimensionierung (fehlende Fähigkeiten) oder Überdimensionierung (unnötige Kosten).

Diese 10 Punkte beschleunigen Ihr Angebot:
  • Profilformen: rund / quadratisch / rechteckig / weitere Profile
  • Größenbereich: min–max OD oder Seitenlänge
  • Wandstärken: typisch + maximal
  • Rohlänge: 6 m / 9 m / Sonderlängen
  • Materialmix: Baustahl / Edelstahl / Aluminium / Kupfer (ungefährer Anteil)
  • Features: Bohrungen / Schlitze / Ausklinkungen / Fase
  • Volumen: Teile pro Tag oder pro Monat
  • Automation: manuell vs. halbautomatisch vs. vollautomatisch
  • Qualität: Gratgrenzen, Pass-/Schweißvorbereitung, Toleranzen
  • Rahmenbedingungen: Stellfläche, Strom, Gasversorgung

Für die Produktnavigation können Sie auf die Rohrlineup-Seite verweisen und von dort zu den Modellseiten: GWEIKE fiber laser product lineup

FAQ

Was ist die beste Methode, um Kupferrohr zu schneiden?

Für die meisten Anwendungen ist ein Rohrschneider mit schrittweisem Nachziehen am besten, gefolgt vom Aufreiben der Innenkante und leichtem Entgraten außen. So entsteht ein rechtwinkliger Schnitt und Fittings sitzen zuverlässiger.

Muss man Kupferrohr nach dem Schneiden entgraten?

Ja. Das Aufreiben entfernt die Innenlippe, die vollständiges Einschieben verhindern, Dichtungen beschädigen oder den Lotfluss beeinflussen kann.

Wie schneidet man Kupferrohr nahe an einer Wand?

Verwenden Sie einen Mini-Rohrschneider, wenn Sie ihn drehen können. Wenn keine Rotation möglich ist, schneiden Sie bündig mit einem oszillierenden Multitool und reiben/entgraten anschließend gründlich.

Kann man Kupferrohr mit einer Metallsäge schneiden?

Ja – die Kante wird jedoch meist rauer und weniger rechtwinklig als mit einem Rohrschneider. Rohr abstützen/klemmen und sorgfältig aufreiben/entgraten.

Warum entsteht beim Rohrschneider innen eine Lippe?

Das Schneidrad verdrängt das Kupfer beim Trennen. Zu frühes starkes Nachziehen vergrößert die Lippe. Schrittweise nachziehen und anschließend aufreiben.

Wie schneidet man Kupferleitung, ohne sie zu quetschen?

Leitung nahe der Schnittstelle abstützen, schrittweise nachziehen, nicht übermäßig klemmen und ein scharfes Schneidrad verwenden.

Wie stellt man sicher, dass der Schnitt gerade (rechtwinklig) ist?

Klebebandführung oder Ringmarkierung nutzen, Schneidrad exakt ausrichten, Werkzeug senkrecht zur Rohrachse halten und am Ende langsamer arbeiten.

Wie verhindert man Kupferspäne im Rohr?

Rohr so halten, dass Späne nach außen fallen, ggf. kurzzeitig einen Stopfen setzen, in engen Bereichen absaugen und das Ende nach dem Aufreiben auswischen.

Wann lohnt sich ein Rohr-CNC-System statt manuellem Schneiden?

Wenn Sie wiederholgenaue Längen, hohen Durchsatz oder Features wie Bohrungen/Schlitze/Ausklinkungen/Fasen benötigen und manuelle Nacharbeit reduzieren möchten.

Welcher Rohrlaser passt zu welchem Szenario?

Grobe Orientierung: T2 für kleine Rohre und Geschwindigkeit, T3 für gemischte Tagesproduktion, T3L für lange Rohre, TG für schwerere Arbeiten und Batch-Produktion mit Fasenoption, TE für vollautomatischen Durchsatz und T4 für Heavy-Duty- und Long-Tube-Stabilität.

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