Stahlrohr schneiden: gerade Schnitte, wenig Grat und die richtige Methode

Stahlrohr zu schneiden klingt einfach – doch kleine Fehler (schlechte Abstützung, falsches Blatt, hektisches Anzeichnen) führen schnell zu schiefen Schnitten, starkem Grat und Zeitverlust. Diese Anleitung zeigt die einfachsten Wege, Stahlrohr gerade zu schneiden – mit weniger Grat und besserer Wiederholgenauigkeit: von Handwerkzeugen über Werkstattsägen bis hin zum CNC-Rohrlaserschneiden.

Kurzantwort
  • Sauberster Schnitt bei dünnwandigem Rohr: ein spezieller Rohrschneider (langsamer, aber sehr sauber und mit wenig Grat).
  • Schnellste Lösung vor Ort: ein Winkelschleifer mit hochwertiger Trennscheibe (schnell, aber Entgraten nötig).
  • Am rechtwinkligsten in der Werkstatt: Kappsäge (Trennschleifer/abrasiv) oder Kaltkreissäge (Hartmetall) mit stabiler Spannvorrichtung.
  • Beste Allround-Lösung für Wiederholschnitte: eine Bandsäge (stabil, gerade, weniger Wärme).
  • Serie + Bohrungen/Ausklinkungen + konstante Geometrie: ein CNC-Rohrlaser (schnell, präzise, wenig Nacharbeit).

Für den einfachsten Ablauf: Messen → Anzeichnen → Spannen → Schneiden → Entgraten → Kante schützen.

Welches Stahlrohr schneiden Sie?

Bevor Sie ein Werkzeug auswählen, klären Sie zunächst, was genau Sie schneiden. „Stahlrohr“ kann sehr unterschiedliche Produkte bedeuten: dickwandiges Rohr (Schedule/Standard), dünnwandiges Rohr/Tubing, verzinktes Rohr oder Installationsrohr/Conduit. Die passende Methode hängt von Wandstärke, Beschichtung und der geforderten Schnittqualität ab.

Typ Woran erkennt man es? Worauf wirkt es sich aus? Geeignete Schneidmethoden
Schwarzes Stahlrohr (unbeschichtet) Dunkle/schwarze Oberfläche, ggf. ölig Geringeres Dampf-/Rauchrisiko, aber Funkenflug möglich Winkelschleifer, Sägen, Bandsäge, Rohrlaser
Verzinktes Stahlrohr (Zinkbeschichtung) Silbrig/hellgraue Beschichtung Beim Heißschneiden können Zinkdämpfe entstehen Kaltkreissäge, Bandsäge, Rohrschneider, Rohrlaser; Winkelschleifer nur mit guter Belüftung
Standard-/Schedule-Rohr (dickwandig) Markierung SCH 40/80, deutlich schwerer Benötigt mehr Leistung und stabile Spannung Kappsäge/Kaltkreissäge, Bandsäge, Rohrlaser; Winkelschleifer für Baustelle
Stahlrohr/Tubing (dünnwandig, oft für Rahmen) Leichter, oft quadratisch/rechteckig Kann sich bei falscher Spannung ovalisieren/eindrücken Bandsäge, Kaltkreissäge, Rohrlaser; Rohrschneider nur bei dünnwandigem Rundrohr
Hinweis zu verzinktem Rohr

Zinkbeschichtungen können beim Erhitzen reizende Dämpfe freisetzen. Wenn Sie verzinktes Rohr schleifen oder abrasiv trennen, arbeiten Sie im Freien oder mit starker Absaugung, halten Sie Gesicht und Atemwege aus der Rauchfahne heraus und tragen Sie geeignete PSA. Wenn Sie Wärme und Dämpfe reduzieren möchten, sind Bandsäge oder Kaltkreissäge – wann immer möglich – die bessere Wahl.

Ziel #1: gerader Schnitt Ziel #2: wenig Grat Ziel #3: sicher + wiederholbar Ziel #4: wenig Nacharbeit
Industrie-Rohrfaserlaser zum Schneiden von Stahl- und Legierungsrohren

Sicherheit + Arbeitsvorbereitung (zuerst erledigen)

Die meisten schlechten Schnitte entstehen durch schlechte Vorbereitung. Wenn das Rohr sich bewegt, verdreht oder vibriert, entstehen schiefe Schnitte, verklemmte Scheiben/Blätter oder raue Kanten. Investieren Sie zwei Minuten in die Vorbereitung – und sparen Sie zehn Minuten Nacharbeit.

Persönliche Schutzausrüstung

  • Augenschutz: Schutzbrille (und Gesichtsschutz beim Winkelschleifer).
  • Gehörschutz: Winkelschleifer und Kappsägen sind laut.
  • Handschuhe: zum Handling von heißem Rohr und scharfem Grat (keine losen Handschuhe an rotierenden Werkzeugen).
  • Atemschutz/Belüftung: besonders bei verzinktem Rohr oder Innenarbeiten.

Einspannen (das eigentliche Geheimnis)

  • Spannen Sie das Rohr, damit es nicht rollen kann. V-Block, Rohrschraubstock oder eine gekerbte Holzauflage funktionieren gut.
  • Stützen Sie beide Seiten des Schnitts ab, damit das Abfallstück das Blatt/die Scheibe nicht einklemmt.
  • Halten Sie den Schnittbereich frei von Brennbarem; Funken fliegen weiter als man denkt.
  • Planen Sie die letzten 10 %: am Ende langsamer arbeiten, damit die Kante nicht ausreißt.
Bitte vermeiden
  • Das Rohr mit einer Hand halten und mit der anderen schneiden.
  • In der Nähe von Kraftstoff, Verdünner, Kartonstapeln oder öligen Lappen schneiden.
  • Das Abfallstück frei herunterfallen lassen (klemmt das Blatt, schlägt den Winkelschleifer zurück oder kann eine Scheibe beschädigen).

Das passende Werkzeug wählen (Vergleichstabelle)

Es gibt nicht das eine „beste“ Werkzeug. Die richtige Wahl hängt von Rohrdurchmesser, Wandstärke, Stückzahl und der erforderlichen Schnittqualität ab. Nutzen Sie die Tabelle als schnellen Entscheider.

Werkzeug Am besten für Schnittqualität Tempo Typischer Nachteil
Rohrschneider (manuell/mit Ratsche) Dünnwandiges Rundstahlrohr, saubere Kanten Sehr sauber, wenig Grat Langsam Für dickwandige Rohre weniger geeignet; kann innen eine umgelegte Kante hinterlassen
Winkelschleifer + Trennscheibe Baustelle, schnelle Schnitte, viele Größen Mittel; Entgraten nötig Schnell Funken, Wärme, Grat; eher Gefahr, schief zu schneiden
Kappsäge (abrasiv/Trennschleifer) Werkstatt: dicke Rohre, schnelle rechtwinklige Schnitte Mittel–hoch Schnell Wärme + Funken; Abriebstaub; rauere Kante als bei Kalttrennsäge
Kaltkreissäge (Hartmetall, „Dry Cut“) Sauberere, rechtwinklige Schnitte mit weniger Wärme Hoch Schnell Kosten für das Blatt; erfordert stabile Spannung und passende Drehzahl
Bandsäge (horizontal/mobil) Wiederholschnitte, weniger Wärme, gute Oberfläche Hoch Mittel Langsamer als Kappsäge; richtige Zahnteilung (TPI) erforderlich
Säbelsäge / Bügelsäge Einfach, überall einsetzbar, wenig Setup Niedrig–mittel Langsam Neigt zum Verlaufen; mehr Grat; mehr Aufwand
CNC-Rohrlaser Serien, Bohrungen/Ausklinkungen, konstante Geometrie Sehr hoch Sehr schnell Höhere Anfangsinvestition; benötigt Zeichnungen/Programmierung
Einfache Faustregel

Bei 1–5 Schnitten reicht meist das, was ohnehin da ist (Winkelschleifer, Bügelsäge, Säbelsäge).
Bei mehreren Dutzend Schnitten sind Bandsäge oder Kaltkreissäge sinnvoll.
Bei Hunderten+ oder wenn Bohrungen/Ausklinkungen mit hoher Konstanz nötig sind: CNC-Rohrlaser.

Geraden Schnitt anzeichnen (ohne Spezialwerkzeug)

Ein gerader Schnitt beginnt mit einer geraden Markierung. Ist die Linie krumm, wird der Schnitt ebenfalls krumm. Die folgenden schnellen Methoden funktionieren für Rundrohr und Tubing.

Methode A: Papier-/Klebeband-Umwicklung („Pipe Wrap“)

Wickeln Sie einen Papierstreifen (oder Malerkrepp) um das Rohr, sodass die Kanten exakt bündig aufeinander treffen. Die Kante dient dann als gerade Referenzlinie rund um das Rohr.

  1. Papier/Klebeband einmal um das Rohr wickeln.
  2. Kanten sauber ausrichten (keine Überlappung, kein Spalt).
  3. Stramm halten und die Kante mit Marker nachzeichnen.

Methode B: Kombinationswinkel + Anreißen/Marker

Legen Sie das Rohr auf eine ebene Werkbank. Halten Sie den Marker auf gleichbleibender Höhe am Anschlag des Winkels und drehen Sie das Rohr langsam. So entsteht eine gleichmäßige Linie über den Umfang.

  1. Höhe am Kombinationswinkel auf die Schnittlänge einstellen.
  2. Marker auf dieser Höhe ruhig halten.
  3. Rohr drehen und dabei an die Werkbank gedrückt halten.
Wenn Sie eine wirklich rechtwinklige Stirnfläche brauchen

Kontrollieren Sie die Linie nach dem Anzeichnen an 3–4 Punkten rund um das Rohr. Passt sie nicht, zeichnen Sie neu. Anzeichnen kostet wenig – einen schiefen Schnitt zu korrigieren kostet Zeit und Material.

Methode 1: Rohrschneider (dünnwandiges Rundstahlrohr)

Rohrschneider werden bei dünnwandigem Rohr oft unterschätzt. Sie sind langsam, liefern aber häufig den saubersten Schnitt mit dem geringsten Grat. Besonders bei kleineren Durchmessern und dünnen Wandstärken ist das eine sehr gute Option.

  1. Schnittlinie markieren (für höchste Genauigkeit die Umwickel-Methode nutzen).
  2. Schneidrad ansetzen und so weit anziehen, bis es fest anliegt.
  3. Drehen Sie den Rohrschneider um das Rohr (oder ratschen Sie – je nach Ausführung).
  4. Nach jeder vollen Umdrehung leicht nachziehen und fortfahren.
  5. Nach dem Durchtrennen innen entgraten (Rohrschneider hinterlassen oft innen eine Kante).
Geeignet zum Schneiden von Rund-, Quadrat- und Rechteckrohren sowie U-Profilen, Winkeln, I-Trägern und weiteren Profilen.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Langsam nachziehen. Zu starkes Anziehen kann dünnwandiges Rohr verformen.
  • Schneidrad sauber und scharf halten.
  • Für dünnwandiges Stahlrohr einen Rohrschneider verwenden, der für Stahl ausgelegt ist (nicht nur für Kupfer).

Wann ein Rohrschneider nicht passt

  • Sehr dickwandige Rohre (zu zeitaufwendig).
  • Wenn Sie eine Fase oder Ausklinkung benötigen.
  • Wenn das Rohr bereits eingebaut ist und zu wenig Platz zum Drehen des Werkzeugs besteht.

Methode 2: Winkelschleifer (schnell auf der Baustelle)

Der Winkelschleifer ist die schnellste „Universal“-Option: Er schneidet fast alles – fast überall. Der Nachteil: Man schneidet leichter schief, und es bleibt meist Grat, der entfernt werden muss.

Die Scheibenwahl ist entscheidend

Verwenden Sie zum Trennen eine hochwertige dünne Trennscheibe (keine dicke Schruppscheibe). Dünne Scheiben schneiden schneller, mit weniger Wärme und weniger Grat. Ersetzen Sie Scheiben, die Ausbrüche haben oder ungleichmäßig abgenutzt sind.

  1. Rohr fest spannen, damit es nicht rollen kann. Beide Seiten des Schnitts abstützen.
  2. Mit einer flachen Kerbe beginnen. Nicht versuchen, in einem Zug durchzutrennen.
  3. Rundum arbeiten (oder den Schleifer umsetzen), damit der Schnittspalt gleichmäßig bleibt.
  4. Am Ende langsamer, damit das Abfallstück die Kante nicht ausreißt.
  5. Entgraten mit Fächerscheibe oder Feile (innen und außen).

So bleiben Sie rechtwinklig

  • In zwei Durchgängen schneiden: erst leicht anritzen, dann durchtrennen.
  • Schleifer gerade führen – Handgelenk während des Schnitts nicht verdrehen.
  • Umwickel-Markierung nutzen und konsequent „auf der Linie bleiben“ statt frei Hand zu schätzen.

Hinweis zu verzinktem Rohr

  • Im Freien schneiden oder kräftig absaugen/belüften.
  • Nicht über der Schnittstelle atmen/stehen.
  • Kante nach dem Schnitt reinigen und bei Bedarf Korrosionsschutz auftragen.

Methode 3: Kappsäge / Kaltkreissäge (rechtwinklige Werkstattschnitte)

Wenn Sie schnell rechtwinklige Stirnseiten brauchen, ist eine Säge mit ordentlichem Schraubstock meist besser als ein Winkelschleifer. Zwei gängige Varianten sind: abrasive Kappsägen (Trennschleifer) und Hartmetall-Kaltkreissägen („Dry Cut“).

Abrasive Kappsäge (Trennschleifer)

Schneidet schnell und kommt mit dicken Rohren gut zurecht, erzeugt aber mehr Wärme, Funkenflug und Schleifstaub. Die Schnittkante ist meist rauer und braucht mehr Nacharbeit.

  • Am besten für: dicke Stahlrohre, allgemeiner Metallbau
  • Achten auf: Wärmeverfärbung, Grat, Scheibenverschleiß

Hartmetall-Kaltkreissäge

Sauberer und kühler Schnitt, oft mit weniger Grat. Sehr gut für Wiederholgenauigkeit und bessere Oberfläche. Erfordert das passende Blatt und stabile Spannung.

  • Am besten für: saubere Schnitte, weniger Nacharbeit
  • Achten auf: Zahnausbrüche, wenn das Rohr sich bewegt
  1. Anschlag rechtwinklig einstellen (vor der Serie prüfen, ob 90° wirklich stimmt).
  2. Rohr fest spannen und das Abfallstück mit einer Ablage/Stütze abfangen.
  3. Werkzeug arbeiten lassen: gleichmäßiger Vorschub, nicht drücken/erzwingen.
  4. Die letzten 10 % langsam, damit die Kante nicht ausreißt.
  5. Leicht entgraten; bei Kaltkreissägen ist oft weniger Nacharbeit nötig.
Best Practice für Wiederhol-Längen

Nutzen Sie einen Anschlag (oder eine Messlehre), damit jedes Rohr ohne erneutes Messen die gleiche Länge erhält. Das ist eine der einfachsten Maßnahmen, um Tempo und Konstanz in der Werkstatt zu erhöhen.

Methode 4: Bandsäge (beste Wiederholgenauigkeit)

Wenn Sie häufig Stahlrohr schneiden, ist eine Bandsäge eines der effizientesten und konstantesten Werkzeuge. Sie erzeugt weniger Wärme als abrasives Trennen und lässt sich – besonders mit gutem Schraubstock – leichter rechtwinklig führen.

Horizontale Bandsäge (Werkstatt)

  • Am besten für: Serienschnitte, konstante rechtwinklige Stirnseiten
  • Vorteile: stabil, wenig Grat, weniger Wärme
  • Nachteile: langsamer als Kappsäge, Blattwahl nötig

Mobile Bandsäge (Baustelle)

  • Am besten für: montierte Rohre, wenig Platz, Reparaturen vor Ort
  • Vorteile: oft sicherer als Winkelschleifer, kontrollierter Schnitt
  • Nachteile: kann verlaufen, wenn man hetzt oder das falsche Blatt nutzt
Blattwahl: eine einfache Orientierung

Zu wenige Zähne können bei dünner Wand hängen bleiben. Zu viele Zähne können bei dickeren Querschnitten zusetzen. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie ein universelles Metall-Sägeband für Rohr/Tubing und halten Sie den Vorschub moderat.

  1. Schnitt markieren und das Rohr im Bandsägen-Schraubstock spannen.
  2. Band auf die Markierung ausrichten. Langsam starten, um eine Führungskerbe zu setzen.
  3. Gleichmäßigen Vorschub halten (das Band nicht erzwingen).
  4. Abfallstück abstützen, damit es am Ende nicht einklemmt.
  5. Leicht entgraten (Bandsägenschnitte lassen sich meist einfacher nacharbeiten).

Methode 5: Säbelsäge / Bügelsäge (einfach, langsam, überall)

Säbelsäge (Reciprocating Saw) und Bügelsäge sind die „No‑Frills“-Optionen. Sie funktionieren in engen Bereichen und brauchen wenig Setup. Die Hauptaufgabe ist, den Schnitt gerade zu halten und Vibrationen zu kontrollieren.

Tipps für die Säbelsäge

  • Ein Metall-Sägeblatt verwenden und scharf halten.
  • Langsam starten, Führungskerbe bilden, dann Tempo erhöhen.
  • Rohr nahe am Schnitt spannen, um Vibrationen zu reduzieren.
  • Schuh/Anlagefläche auf dem Rohr aufliegen lassen, um das Werkzeug zu stabilisieren.

Tipps für die Bügelsäge

  • Neues Blatt verwenden und korrekt spannen.
  • Lange, gleichmäßige Züge. Keine kurzen, hektischen Hübe.
  • Rohr bei Bedarf drehen, um auf der Linie zu bleiben.
  • Mit mehr Grat rechnen – Zeit fürs Entgraten einplanen.

Entgraten + Kantenschutz (professionelles Ergebnis)

Schneiden ist nur die halbe Arbeit. Ein professionelles Ergebnis braucht saubere Kanten. Grate sind zudem eine Verletzungsgefahr und stören beim Anpassen, Schweißen, Gewindeschneiden oder beim Einstecken eines weiteren Rohrs.

Außen entgraten

  • Fächerscheibe (mit leichtem Druck)
  • Schlichtfeile
  • Entgratscheibe

Innen entgraten

  • Hand-Reibahle/Entgrater
  • Halbrundfeile
  • Entgratwerkzeug

Kantenschutz

  • Grundierung + Lack (schwarzer Stahl)
  • Kaltzink-Spray (verzinkt)
  • Öl/Wachs als temporärer Schutz
Schnelle Finish-Routine

Oft reichen 30 Sekunden pro Schnitt: kurz außen entgraten + kurz innen entgraten + Staub abwischen + Kante schützen. Diese kleine Routine verbessert Passung, Sicherheit und Optik spürbar.

Checkliste + typische Fehler + schnelle Lösungen

Tägliche Checkliste (vor dem Schneiden)

  1. Ist das Rohr auf beiden Seiten des Schnitts abgestützt und gespannt?
  2. Ist die Markierung rundum gerade?
  3. Ist Scheibe/Blatt für Stahl geeignet und scharf?
  4. Gibt es einen Plan für die letzten 10 % (Abfallstück abstützen)?
  5. Liegt ein Entgratwerkzeug bereit?

Typische Fehler → schnelle Lösungen

Problem Häufigste Ursache Schnelle Lösung
Schnitt ist nicht rechtwinklig Rohr bewegt; hektischer Freihandschnitt; schlechte Markierung Besser spannen; Umwickel-Markierung nutzen; erst anritzen, dann schneiden
Starker Grat Stumpfe Scheibe/Blatt; zu hoher Vorschub; falsches Werkzeug Verschleißteil ersetzen; Vorschub reduzieren; für sauberere Kante Bandsäge/Kaltkreissäge nutzen
Scheibe klemmt / Rückschlag Abfallstück fällt und klemmt; Rohr nicht abgestützt Abfallstück abstützen; am Ende langsamer; Schnittspalt offen halten
Blaue Verfärbung / verbrannte Kante Zu viel Wärme (abrasives Trennen, zu langsamer Vorschub) Bandsäge/Kaltkreissäge nutzen; mit frischer Scheibe zügiger schneiden; zwischen den Schnitten abkühlen lassen
Rohr wird oval/eingedrückt Zu stark gespannt; dünne Wand ohne passende Auflage Weiche Backen/V-Block nutzen; näher an der neutralen Achse spannen; nicht überziehen
Blatt verläuft (Säbel-/Bandsäge) Falsches Blatt; zu viel Druck; Vibration Besseres Blatt; Druck reduzieren; näher am Schnitt spannen; langsam starten

Kosten- und Zeitplanung

Wenn Sie nur gelegentlich Stahlrohr schneiden, lohnt sich eine Spezialmaschine selten. Wird Rohrschneiden jedoch zur täglichen Aufgabe, sind die „echten Kosten“ nicht nur der Kaufpreis – sondern Arbeitszeit, Nacharbeit und Verbrauchsmaterial.

Szenario Worauf es ankommt Praktische Werkzeugwahl Warum
Zuhause / DIY (wenige Schnitte) Geringe Kosten, einfacher Aufbau Winkelschleifer, Säbelsäge, Bügelsäge Überall verfügbar; mit Entgraten akzeptables Finish
Kleine Werkstatt (wöchentliche Schnitte) Gerade Stirnseiten, Wiederhol-Längen Bandsäge oder Kaltkreissäge Schnellerer Ablauf; weniger Nacharbeit; sauberere Kanten
Metallbau/Fertigung (tägliche Schnitte) Tempo + Konstanz Bandsäge + Anschläge Stabil und planbar; reduziert Schwankungen in der Bearbeitungszeit
Produktion (Serie + Bohrungen/Ausklinkungen) Durchsatz + Automatisierung CNC-Rohrlaser Schneiden + Lochung + Ausklinkung in einem Setup; wenig Nacharbeit

Wann ein CNC-Rohrlaser die richtige Lösung ist

Handwerkzeuge sind für einfaches „Ablängen“ in Ordnung. Sobald Sie jedoch Wiederholgeometrien, Bohrungen, Schlitze, Nasen/Laschen oder eine passgenaue Montage brauchen, wird manuelles Schneiden langsam und inkonstant. Genau hier verändert ein CNC-Rohrlaser die Wirtschaftlichkeit.

Worin ein Rohrlaser überlegen ist
  • Wiederholgenauigkeit: jedes Teil entspricht der Zeichnung.
  • Komplexe Features: Bohrungen, Schlitze, Ausklinkungen, Text und Konturen in einem Durchlauf.
  • Weniger Nacharbeit: weniger Grat und weniger Schleifen.
  • Höherer Durchsatz: effizientes Serienscheiden mit automatischem Spannen/Zuführen (optional).
  • Bessere Passung: konstante Stirnseiten und Geometrien reduzieren Schweiß- und Montagezeit.

Anzeichen, dass sich ein Upgrade lohnt

  • Sie schneiden Rohr täglich und die Arbeitszeit ist hoch.
  • Sie benötigen Bohrungen/Schlitze/Ausklinkungen, die exakt fluchten müssen.
  • Ihr Team verbringt zu viel Zeit mit Schleifen und Korrigieren inkonsistenter Schnitte.
  • Sie fahren viele SKUs und möchten stabile Qualität über Schichten hinweg.

Was Sie vorbereiten sollten (kurz)

  • Rohrgrößen und Wandstärkenbereich
  • Werkstoff (Baustahl, Edelstahl, verzinkt usw.)
  • Teilezeichnungen (DXF/STEP) und Toleranzanforderungen
  • Tages-/Wochenmenge und maximale Rohrlänge

Rohrlaserschneiden: Optionen (zur Orientierung)

Wenn Sie Rohrschneid-Lösungen vergleichen möchten (nur Rohr, Blech+Rohr Kombi, Heavy-Duty Mehrspannfutter-Systeme), starten Sie mit der Übersichtsseite und wählen Sie anschließend die Serien passend zu Rohrbereich und Produktionsvolumen.

Beispiele für Serien auf dieser Seite: T2 / TE / T3 / T4 / TG und weitere Rohrlösungen.

Markenvergleich: GWEIKE vs. marktführende Rohrlaser-Systeme

Wenn Sie vom manuellen Schneiden auf einen CNC‑Rohrlaser umsteigen, ist der sinnvollste „Vergleich“ nicht Marke gegen Marke – sondern ob Spannbereich, Rohlänge, Stabilität bei schweren Rohren und Automatisierungsgrad zu Ihren realen Jobs passen (Rohrgrößen, Teilemix, Tagesvolumen).

Hochleistungs-Faser-Rohrlaserschneidanlage
So lesen Sie diesen Vergleich

Die Tabelle und Hinweise unten fassen öffentlich genannte Kernwerte zusammen. Die reale Leistung hängt von der Konfiguration ab (Laserleistung, Lader, Spannfutter, Fasen-/Bevelkopf, Softwareoptionen), Werkstoff, Wandstärke und Prozessfenster. Nutzen Sie das als Shortlist – und bestätigen Sie die endgültige Konfiguration mit Angebot und Musterteilen.

Welcher GWEIKE-Rohrlaser passt zu Stahlrohr-Arbeiten?

GWEIKE TG Serie (Mittelklasse für Rohr & Profile)

  • Tube range: round Φ20–240 mm; square 20–240 mm
  • Raw length: effective cutting length 6500 / 9500 mm
  • Single-tube load: 300 kg
  • Power: 1500–6000 W (optional)

Ideal, wenn Sie eine flexible „Daily‑Production“-Plattform für gängige Stahlrohrgrößen brauchen – mit optionalen Modulen (z. B. Lader / Fasen-/Bevelkopf) je nach Workflow.

GWEIKE T3 Serie (Heavy‑Duty für längere Rohre)

  • Tube range: round Φ30–350 mm; square 30–350 mm
  • Raw length: effective cutting length 6500 / 9500 mm; max unloading length up to 12500 mm (model dependent)
  • Single-tube load: 1200 kg
  • Power: 3000–12000 W (optional)

Ideal, wenn Ihre Rohre größer, länger oder schwerer sind – und Stabilität sowie Wiederholgenauigkeit wichtiger sind als „Leichtbau-Speed“.

GWEIKE T4 Serie (Super‑Heavy‑Duty, großer Durchmesser)

  • Tube range: round φ50–φ500 mm; square □50×50 – □350×350 mm
  • Raw length: effective cutting length 12500 mm
  • Single-tube load: 2000 kg
  • Power: 6000–20000 W

Ideal, wenn Sie extra lange und schwere Rohre bearbeiten und hohe Traglast plus Mehrspannfutter‑Stabilität für echte Industrie‑Rohrjobs benötigen.

Vergleich auf einen Blick (entscheidungsorientiert)

Marke / Modell (Positionierung) Rohrbereich Rohlänge (Auto / effektiv) Heavy‑Tube‑Fähigkeit Automatisierung Fase / Schweißvorbereitung Am besten für (typischer Käufer)
GWEIKE TG (mid-range tube & profiles) Round Φ20–240 mm; Square 20–240 mm 6500 / 9500 mm effective 300 kg single tube Config-dependent (loader modules available) Config-dependent Gemischte Tagesjobs + gängige Rohrgrößen + skalierbarer Workflow
GWEIKE T3 (heavy-duty long tube) Round Φ30–350 mm; Square 30–350 mm 6500 / 9500 mm effective; unloading up to 12500 mm (model dependent) 1200 kg single tube Config-dependent (production automation optional) Config-dependent Lange/schwere Rohre, bei denen Stabilität + Wiederholgenauigkeit den ROI treiben
GWEIKE T4 (super heavy-duty, large OD) Round φ50–φ500 mm; Square □50×50 – □350×350 mm 12500 mm effective 2000 kg single tube Config-dependent (heavy-duty line planning) Config-dependent Große Durchmesser + schwere Rohre + hoher Industrie‑Durchsatz
TRUMPF TruLaser Tube 5000 fiber (premium, mid-diameter) Round OD up to 152 mm (optional 170 mm) Auto loading raw length 6500 mm (or 8000 mm option) — (varies by configuration) High automation ecosystem (typical) Config-dependent Standardisierte Produktionslinien im mittleren Durchmesserbereich
BLM LT7 (premium, mid-diameter production) Tube diameter range 12–152.4 mm Max loadable length 6.5–8.5 m — (system-focused) Fully automatic loading focus (typical) Config-dependent Hochdurchsatz‑Rohrproduktion für Standarddurchmesser
Bystronic ByTube Star 130 (premium, smaller-to-mid diameter) Sizes from 10–130 mm Raw material length up to 8.5 m — (varies by configuration) Automation options (typical) Config-dependent Teilemix im kleinen bis mittleren Durchmesserbereich
Mazak FT-150 FIBER (premium, mid-diameter) Round max Φ5.98" (≈152 mm); Square up to 4.92" per side (≈125 mm) — (varies by configuration) Automation options (typical) Config-dependent Allgemeine Rohrbearbeitung, bei der Taktzeit + Vielseitigkeit zählen

Kapazitäts‑Snapshot (öffentlich gelistete Kernwerte)

Maschine (Positionierung) Veröffentlichter Rohrbereich Veröffentlichte Rohlänge (Auto / effektiv) Last / Heavy‑Tube‑Fokus Hinweise (typischer Einsatz)
GWEIKE TG (mid-range tube & profiles) Round Φ20–240 mm; Square 20–240 mm 6500 / 9500 mm effective length 300 kg single tube Allgemeine Rohrproduktion + Profilflexibilität; skalierbar mit optionalen Modulen.
GWEIKE T3 (heavy-duty long tube) Round Φ30–350 mm; Square 30–350 mm 6500 / 9500 mm effective; unloading up to 12500 mm (model dependent) 1200 kg single tube Lange/schwere Stahlrohre, bei denen Stabilität, Abstützung und konstante Passung wichtig sind.
GWEIKE T4 (super heavy-duty, large diameter) Round φ50–φ500 mm; Square □50×50 – □350×350 mm 12500 mm effective 2000 kg single tube Große Durchmesser + schwere Rohrbearbeitung; ausgelegt für „harte“ Jobs und hohe Traglastanforderungen.
TRUMPF TruLaser Tube 5000 fiber (premium, mid-diameter) Round OD up to 152 mm (optional 170 mm) Auto loading raw length 6500 mm (or 8000 mm option) — (varies by configuration) Hochautomatisierte Rohrproduktion in gängigen mittleren Durchmessern – mit ausgereiftem Ökosystem und Automationsoptionen.
BLM LT7 (premium, mid-diameter production) Tube diameter range 12–152.4 mm Max loadable length 6.5–8.5 m — (system-focused; loading is fully automatic) Hochdurchsatz, vollautomatisches Rohrschneiden für Standarddurchmesser und Produktionsworkflows.
Bystronic ByTube Star 130 (premium, smaller-to-mid diameter) Sizes from 10–130 mm Raw material length up to 8.5 m — (varies by configuration) Vielseitige Plattform für breiten Anwendungsmix im kleinen bis mittleren Durchmesserfenster.
Mazak FT-150 FIBER (premium, mid-diameter) Round max Φ5.98" (≈152 mm); Square up to 4.92" per side (≈125 mm) — (varies by configuration) Starke Option für kleine bis mittlere Durchmesser, besonders wenn Taktzeit und Vielseitigkeit zählen.

Detaillierte Markenanalyse (kurz & praxisnah)

GWEIKE TG — Für flexible Tagesproduktion (gängige Rohrgrößen)

Warum wählen: Sinnvoll, wenn Ihre Werkstatt gemischte Rund-/Quadratgrößen fährt und eine zuverlässige Daily‑Production‑Plattform mit skalierbaren Modulen braucht.

Am besten für: Lohnfertiger und Metallbauer mit gängigen Rohrgrößen, die sauber von Handarbeit auf CNC umsteigen wollen.

Kompromisse: Wenn Sie regelmäßig sehr große Durchmesser oder sehr schwere Rohre schneiden, sollten Sie zuerst Heavy‑Duty‑Plattformen vergleichen.

GWEIKE T3 / T4 — Für lange, schwere und großdimensionierte Rohre

Warum wählen: Wenn Heavy‑Tube‑Stabilität, Handling langer Rohre und reproduzierbare Passung Ihren ROI bestimmen, sind Heavy‑Duty‑Daten wichtiger als „Headline‑Speed“.

Am besten für: Betriebe mit längeren/schwereren Rohren, großen Durchmessern oder anspruchsvollen Industrie‑Durchsatzvorgaben.

Kompromisse: Heavy‑Duty‑Linien erfordern meist klarere Produktionsplanung (Platz, Materialfluss, Abnahmekriterien).

Marktführende Premium‑Maschinen — Für standardisierte Automations‑Ökosysteme (mittlere Durchmesser)

Warum wählen: Häufig gewählt, wenn ein Betrieb ein ausgereiftes Automations‑Ökosystem, standardisierte Abläufe und langfristig stabile Linienintegration priorisiert.

Am besten für: Hochvolumen‑Linien mit stabilen Teilefamilien und klar definiertem Automations‑ROI.

Kompromisse: Höhere Investition und weniger Flexibilität, wenn Ihr Teilemix häufig außerhalb des Standard‑Größenfensters liegt.

Wertvergleich (in 30 Sekunden entscheiden)

Priorität Empfehlung Alternative
Größter Durchmesser + Heavy‑Tube‑Stabilität GWEIKE T4 GWEIKE T3
Produktion langer/schwerer Rohre (gemischte Größen) GWEIKE T3 GWEIKE TG
Gängige Rohrgrößen + flexible Tagesproduktion GWEIKE TG GWEIKE T3
Premium‑Automations‑Ökosystem (mittlere Durchmesser) TRUMPF / BLM / Bystronic / Mazak Hängt von Service & Konfiguration ab
Praktische Entscheidungslogik (schnell)
  • Wenn Ihre Rohre überwiegend ≤130–152 mm Außendurchmesser haben und Sie ein Premium‑„Produktions‑Ökosystem“ suchen, stehen die genannten Marktführer oft auf der Shortlist.
  • Wenn Ihre Jobs häufig über ~152 mm Außendurchmesser gehen (oder die Rohre lang/schwer sind), vergleichen Sie Plattformen für größere Durchmesser und höhere Last – dort werden Heavy‑Duty‑Daten wie bei T3/T4 deutlich relevanter.
  • Bei Mischteilen (rund + quadratisch + Profile) zuerst Spannbereich und Abstützung priorisieren, danach Leistung und Lader‑Level nach Durchsatzbedarf wählen.
Vorsicht bei „zu günstigen“ Rohrlaser‑Angeboten

Bei Rohrlaser‑Projekten entstehen verdeckte Risiken oft durch schwache Abstützung schwerer Rohre (lange Rohre schwingen), unklaren Automationsumfang, fehlende Abnahmekriterien sowie begrenzte Schulung/Support. Validieren Sie immer mit Musterteilen, klären Sie den Lieferumfang (Lader, Fasen-/Bevelkopf, Software) und definieren Sie Reaktionszeiten sowie Service‑/Verschleißteile‑Regeln.

Empfehlung für typische „Stahlrohr schneiden“-Anwendungen

Für die meisten Stahlrohr‑Betriebe ist eine sinnvolle erste Shortlist: TG für gängige Durchmesser und flexible Tagesproduktion; T3 für längere/schwerere Rohre mit höherem Stabilitätsbedarf; T4 wenn Sie regelmäßig große Durchmesser und schwere Rohre bearbeiten und maximale Traglast benötigen.

FAQ

Was ist das beste Werkzeug, um Stahlrohr gerade zu schneiden?

Für die meisten Anwendungen: Bandsäge (beste Wiederholgenauigkeit) oder Kaltkreissäge (sehr rechtwinklig, saubere Kante). Auf der Baustelle funktioniert auch ein Winkelschleifer – wenn Sie sauber spannen und eine Umwickel-Markierung nutzen.

Wie schneide ich Stahlrohr mit möglichst wenig Grat?

Am wenigsten Grat entstehen meist mit Bandsäge oder Rohrschneider. Wenn Sie Winkelschleifer oder abrasive Kappsäge nutzen, planen Sie einen kurzen Entgratschritt (außen + innen) ein. Wenig Grat hängt vor allem von scharfen Verschleißteilen und gleichmäßigem Vorschub ab.

Kann ich verzinktes Stahlrohr mit dem Winkelschleifer schneiden?

Ja – aber nur mit guter Belüftung/Absaugung und ohne im Dampf-/Rauchstrom zu stehen. Wenn Sie Wärme und Dämpfe reduzieren möchten, sind Bandsäge oder Kaltkreissäge meist die bessere Wahl.

Wie zeichne ich eine gerade Schnittlinie rund um ein Rohr an?

Am einfachsten ist ein Papierstreifen oder Malerkrepp als Umwicklung. Kanten exakt ausrichten und die Kante nachzeichnen – so entsteht eine gerade Linie über den gesamten Umfang.

Warum wird der Schnitt schief, obwohl ich der Linie folge?

Meist hat sich das Rohr bewegt/gerollt oder der Werkzeugwinkel hat sich während des Schnitts geändert. Lösung: zuerst Einspannung verbessern (V‑Block/Rohrschraubstock), Abfallstück abstützen und vor dem Durchtrennen leicht anritzen.

Was ist der schnellste Weg, Stahlrohr zu Hause zu schneiden?

Ein Winkelschleifer mit dünner Trennscheibe ist meist am schnellsten. Planen Sie Entgraten ein und spannen/stützen Sie das Rohr sicher ab.

Ist eine Kappsäge für Stahlrohr sicher?

Ja – wenn das Rohr korrekt gespannt ist, Scheibe/Blatt für Metall passt und der Arbeitsbereich frei von Brennbarem ist. Abrasive Sägen erzeugen Funken und Staub – PSA tragen und Ordnung halten.

Wie verhindere ich, dass eine Säbelsäge „verläuft“?

Nahe am Schnitt spannen, langsam starten (Führungskerbe) und ein scharfes Metallblatt verwenden. Den Sägeschuh auf dem Rohr aufliegen lassen, um zu stabilisieren.

Muss ich die Innenseite des Rohrs entgraten?

In der Regel ja. Innen gratige Kanten schneiden Hände, können den Durchfluss behindern oder verhindern, dass Einsätze/Fittings sauber sitzen. Eine kurze Bearbeitung mit Reibahle/Entgrater wirkt Wunder.

Wie verhindere ich Rost an einer frisch geschnittenen Kante?

Staub entfernen und dann Grundierung/Lack (schwarzer Stahl) oder zinkreiche Beschichtung (verzinkt) auftragen. Für kurzfristige Lagerung kann Öl als temporärer Schutz dienen.

Wann lohnt sich ein CNC‑Rohrlaser?

Wenn Sie Serienoutput, konstante Passung, Bohrungen/Schlitze/Ausklinkungen benötigen – oder wenn Arbeitszeit und Schleif‑Nacharbeit zu Ihren größten Kosten werden. Rohrlaser sind oft ein Produktivitäts‑Upgrade, nicht nur ein Schneidwerkzeug.

Schnelle Entscheidungshilfe + nächste Schritte

Wenn Sie sich nur eine Sache merken: sauberes Anzeichnen und sicheres Spannen sind genauso wichtig wie das Werkzeug. Nutzen Sie die Übersicht, um schnell die passende Methode zu wählen.

Ihre Situation Beste Methode Warum es funktioniert Worauf achten
Dünnwandiges Rundrohr, sauberes Finish erforderlich Pipe cutter Wenig Grat, saubere Kante Innenkante – entgraten
Baustelle / schnelles Ablängen Angle grinder Schnell und flexibel Gut spannen; danach entgraten
Werkstatt, viele rechtwinklige Schnitte Chop saw / cold-cut saw Schnell rechtwinklige Stirnseiten Abfallstück abstützen; Wärme kontrollieren
Wiederholgenaue Serienzuschnitte Band saw Stabil, konstant, weniger Wärme Passendes Blatt und Vorschub wählen
Serie + Bohrungen/Ausklinkungen + enge Passung CNC-Rohrlaser Schneiden + Features + Konstanz Benötigt Zeichnungen und Programmierung

Nächste Schritte (einfach, praxisnah)

  • Für einen Einzelschnitt: Umwickel-Markierung nutzen, Rohr spannen und in zwei Durchgängen schneiden.
  • Wenn Sie wöchentlich schneiden: Bandsäge oder Kaltkreissäge in Betracht ziehen, um Arbeitszeit und Nacharbeit zu reduzieren.
  • Wenn Sie täglich schneiden (besonders mit Bohrungen/Ausklinkungen): CNC‑Rohrlaser‑Workflow prüfen.

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